Thermische Infrastruktur · Leitanwendung Ebene 02 · System

KI-Rechenzentrumskühlung.

KI-Infrastruktur benötigt mehr als Kälteleistung: Sie braucht verifizierte thermische Speicherkapazität für Spitzen, Übergänge und Erholung. Thermopuffer-Module und hochleitfähige Kühlmitteladditive für thermische Profile von KI-Workloads: Peak Shaving, Reduktion von Leistungsspitzen und längere Erholungsfenster für hochdichte Rechenlasten.

Materialebene
UltraST PCM · MOFPoly · Kühlmitteladditive
Systemebene
Thermopuffer-Module · thermische Kerne
Wirkungsrichtung
Peak Shaving · Lastspitzenreduktion · Resilienz
Lieferpfad
Projektprüfung · Pilottest · Validierung
Bildmaterial · Rechenzentrumskühlung
01Problembeschreibung
02Material / Systemoption
03Einsatzbedingungen
04Kapazitätsauslegung
05Validierung & Review
01 / Problembeschreibung

KI-Workloads belasten die Kühlung auf drei Achsen.

1. Dichte. Rack-Wärmelasten von 50–120 kW sind längst keine Ausnahme mehr. Reine Luftkühlung stößt bei akzeptablen Annäherungstemperaturen an ihre Grenzen.

2. Volatilität. Trainingsjobs und Inferenz-Traffic erzeugen scharfe thermische Spitzen, die Lastspitzenkosten treiben und Verdichter im Kurztakt schalten lassen.

3. Resilienz. Kühlungsausfälle und Kältemaschinen-Umschaltungen lassen nur enge Erholungsfenster. Schon kurze Unterbrechungen können teure Workload-Pausen bedeuten.

Die meisten Anlagen reagieren mit Überdimensionierung — mehr Kältemaschinenkapazität, mehr Redundanz. Wärmepufferkapazität ist die alternative Achse. Ein Puffer nimmt die Spitzen auf, glättet den Lastzyklus und verlängert Erholungsfenster, ohne dauerhaft zusätzliche Kühlkapazität zu binden.

Typisches Lastprofil

Kühlbedarf vs. Verdichterlast — mit und ohne Wärmepuffer
100% 75% 50% 25% PEAK SHAVED 00:00 12:00 24:00
Ungepufferter Kühlbedarf Verdichterlast mit Wärmepuffer
Passive Edge UltraST Cooling Battery Containermodule neben einem hochdichten Rechenzentrum installiert
Im Einsatz · UltraST Cooling Battery

Wärmepuffer im Containermaßstab, direkt neben der Last platziert — nimmt Spitzen auf, ohne dauerhaft zusätzliche Kältemaschinenkapazität zu binden.

02 / Material- & Systemoptionen

Vom Material zum Modul.

UltraST hochleitfähiges formstabiles PCM-Pulver
— Materialoption

UltraST PCM + Kühlmitteladditive

Passive-Edge-Materialien in Ihr eigenes thermisches Subsystem einbinden: UltraST PCM als Speichermedium, Nano-Kühlmitteladditive zur Steigerung der Leitfähigkeit des Arbeitsfluids.

  • PHASENPUNKTAnpassbar, 20–60 °C Fenster je Projekt
  • FORMFAKTORPulver · Platten · Kundenspezifische Geometrie
  • LIEFERUMFANGMaterial + technisches Datenpaket
  • GEEIGNET FÜRTeams mit eigener Wärmetechnik-Kompetenz
Vorgefertigte UltraST-PCM-Platte / Wärmepufferkern
— Integrationsoption

Thermopuffer-Modul

Vorentwickelte Module rund um UltraST-Kerne, mit Integrationsschnittstellen für typische Flüssigkühlungs- und Rear-Door-Wärmetauscher-Topologien. Je Projekt validiert.

  • FORMFAKTORModulare Kerne · Rack-nah oder auf Reihenebene
  • KAPAZITÄTProjektspezifisch dimensioniert — siehe Berechnungstool
  • LIEFERUMFANGModul + Integrationsspezifikation + Pilottest-Plan
  • GEEIGNET FÜRBetreiber, die integrationsfertige Systemblöcke suchen
03 / Erforderliche Projektbedingungen

Was wir vor einer Eignungsbewertung brauchen.

Je mehr davon Sie früh teilen, desto schneller können wir eine belastbare Antwort liefern. Keiner dieser Punkte stellt eine Verpflichtung für eine der beiden Seiten dar.

— Lastprofil
Rackanzahl, Wärmelast pro Rack (kW), Verhältnis Training/Inferenz, erwartete Spitzenstunden pro Tag.
— Kühltopologie
Luft, Rear-Door, direkte Flüssigkühlung, Immersion. Vor-/Rücklauftemperaturziele. Annäherungstemperaturen.
— Standort & Klima
Standort, Umgebungstemperaturbereich, verfügbares Wasser, elektrische Infrastruktur, Flächenbeschränkungen.
— Tarifstruktur
Energiepreis, Leistungsentgelte, Zeittarif-Fenster, Peak-/Off-Peak-Differenz, Kapazitätsverträge.
— Zielergebnis
Peak-Shaving-Ziel, Ausfalltoleranzfenster, Kapazitätsreserve, Dekarbonisierungsverpflichtungen.
— Zeitplan & Phase
Neubau oder Retrofit. Entscheidungsphase. Bestehende Wärmemanagement-Partner.
04 / Berechnungstool

Unsicher, welche Kapazität passt? Das Auslegungstool empfiehlt eine Richtung für Ihren Einsatzfall.

Das AI Thermal Sizing Tool modelliert Peak Shaving und Lastspitzenreduktion anhand Ihrer Last, Topologie und Tarifstruktur. Die Ergebnisse geben eine Richtung vor — die tatsächlichen Werte hängen von den Projektbedingungen und der Validierung ab.

05 / Validierungs- und Review-Pfad

Von der Kapazitätsauslegung zur Serienlieferung.

— 01

Projektbedingungen eingereicht

Sie teilen Lastprofil, Topologie, Tarifstruktur und Zielergebnis. Wir liefern innerhalb von ca. 5 Werktagen eine schriftliche Eignungsbewertung.

— 02

Material-/Systemreview

Gemeinsame Prüfung, welches Passive-Edge-Material oder -Modul am besten passt, inklusive technischem Datenpaket und Integrationsspezifikation.

— 03

Pilottest-Plan

Begrenzter Pilot — meist auf Rack- oder Reihenebene — mit Erfolgskriterien, Messtechnik und definiertem Validierungsfenster.

— 04

Validierung auf Systemebene

Auswertung der Pilotdaten und technische Empfehlung. Entscheidungen zum Rollout basieren auf validierten Ergebnissen.

Engineering-Prüfung anfragen Kapazitätsauslegung ausprobieren
06 / Technische Ressourcen

Argumente für Ihre interne Entscheidung.

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